Ist Ihr Zahnfleisch wirklich gesund?

Veröffentlicht am Veröffentlicht in Allgemein, Gesundheit
Der wichtigste Abwehrmechanismus ist die Entzündung des Zahnfleischs.

Viele Menschen haben zwar gesunde Zähne, aber immer wieder Probleme mit ihrem Zahnfleisch. Ist das Zahnfleisch geschwollen oder wird entzündetes Zahnfleisch festgestellt, sind das deutliche Signale für akuten Handlungsbedarf.

Durch Zahnprobleme können Allgemeinerkrankungen, Funktionseinschränkungen der Abwehrzellen, Stoffwechselstörungen entstehen. Der Einfluss der Sexualhormone wird während der Schwangerschaft deutlich: Das Zahnfleisch der Schwangeren reagiert wesentlich stärker auf vorhandene Plaquebakterien, es schwillt häufig an und blutet oft schon bei Berührung. Besonders intensive Mundhygiene unter Einbeziehung der Zahnzwischenräume ist daher in dieser Zeit besonders wichtig.

Der Zahnstein an sich ist für das Zahnfleisch nicht gefährlich. Das Problem ist, dass er immer mit lebender Plaque bedeckt ist und deren Anlagerung begünstigt. Seine Entfernung ist daher eine wichtige Maßnahme zur Vorbeugung und Behandlung von Entzündungen des Zahnfleischs.

Rötung, Schwellung und Zahnfleischbluten sind also die wichtigsten Zeichen einer Entzündung des Zahnfleischs

(Gingivitis).

 ClkerFreeVectorImages_pixabay.com

ClkerFreeVectorImages_pixabay.com

Geht das Zahnfleisch gar zurück, sei es ernährungs- oder krankheitsbedingt oder durch falsche Mundhygiene, wird es besonders schwierig, denn diese Schäden sind meist irreparabel.

.

Gesunde und ausgewogene Ernährung

Gesund ernähren: Im Hinblick auf das Zahnfleisch ist besonders die vollwertige Ernährung hilfreich. Das Kauen fördert den Speichelfluss. Speichel hilft beim Reinigen des Mundraums und schützt Zähne und Zahnfleisch zudem durch seine Inhaltsstoffe. So werden beim ausreichenden Kauen auch bereits Säuren neutralisiert. Die Pflanzenfasern helfen bereits beim Kauen aktiv mit, die Zähne und das Zahnfleisch zu reinigen. Das ausgiebige Kauen der vollwertigen Nahrung bereitet nicht nur die Verdauung und damit auch die Aufnahme der Nährstoffe optimal vor, sondern massiert auch das Zahnfleisch.

Kein Zucker!

Der Feind der Zähne ist auch der Feind des Zahnfleischs. Zucker wird durch die Mundbakterien zersetzt, als Ergebnis entsteht Säure. Und die greift den Zahn an. Karies bleibt aber nicht im Kaubereich der Zähne, sondern wandert auch in die Tiefen des Zahnhalteapparates. Dort setzten die Bakterien ihr schädliches Werk so richtig fort, und mit der Zeit hat dies auch Auswirkungen auf das Zahnfleisch um diesen Zahn.

Daraus ergibt sich, was man ohnehin schon weiß:

Weitgehender Verzicht auf zuckerhaltige Lebensmittel. Das betrifft sowohl offenkundige Zuckerbomben als auch Produkte mit verstecktem Zucker wie zum Beispiel Ketchup oder Senf. Aber auch viele andere Produkte mit Austauschzucker sind keinesfalls so gesund, wie die Nahrungsmittelindustrie es uns einreden will. Wenn statt industriellem Zucker Fruchtzucker (Fructose) verwendet wird, muss dieser nicht mehr deklariert werden. Fruchtzucker ist aber um keinen Deut besser als Industriezucker. Auch Weißmehlprodukte bedeuten letztlich nichts anderes als Zucker ohne Ende.

Die richtige Mundhygiene

Eine falsche Putztechnik oder die Verwendung einer zu harten Zahnbürste kann ebenfalls die Ursache für zurückgehendes Zahnfleisch sein. Eine falsche Zahnbürste oder eine falsche Putztechnik (das Zahnfleisch wird weggeschrubbt, statt vom Zahnfleisch zu den Zähnen zu putzen) kann geschwollenes Zahnfleisch verursachen.

openclipartvectors_pixabay-com

Nehmen Sie die Zahnpflege ernst, putzen Sie regelmäßig und vor allem richtig.

Schöne und gesunde Zähne bis ins hohe Alter!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.